Auf dem Weg...

„ Gott hat deinem Herzen
die Sehnsucht eingepflanzt
nach Ihm zu suchen."
Rumi

Zu allen Zeiten hat es Menschen gegeben, die die ausgetretenen gewohnten Pfade verlassen haben und sich auf die Suche nach sich selbst, nach dem Absoluten, nach Gott, gemacht haben. Einen inneren Weg zu gehen ist also keine Modeerscheinung, sondern so alt wie die Menschheit selbst.

Wer sich auf einen inneren Weg macht, hat zuvor einen Ruf aus der Tiefe der Seele vernommen, einen Ruf nach Befreiung aus dem, was er als Begrenzung und Leiden empfindet. Dieser Ruf richtet sich unmittelbar an das eigene Herz: eine ganz persönliche Suche wird initiiert, ein innerer Weg. Er gleicht einem Pfad mit unwegsamen Strecken, Dickicht und Nebel und der Versuchung, wieder umzukehren. In diesen Phasen ist die Erinnerung an den Ruf, die Sehnsucht nach Wahrheit gefragt, damit das innere Feuer immer wieder angefacht wird, das notwendig ist, um diesen Weg zu gehen. Es braucht Vertrauen, um in Momenten von Nicht-Weiter-Wissen der inneren Führung des Herzens Raum zu geben und sich dem bedingungslosen Wunsch nach Wahrheit zu verpflichten.

Was braucht es, um sich nach Innen zu wenden? Es braucht die Bereitschaft innezuhalten. Es braucht Forschergeist, Mut und Entschlossenheit. Liebe, Mitgefühl und Geduld sind notwendig, um diese innere Reise zu unternehmen.

In der Inneren Arbeit wird der Entwicklung dieser Fähigkeiten eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Tiefgreifende Missverständnisse im Zusammenhang mit der persönlichen Konditionierung und den dadurch aufgebauten Wertesystemen können dadurch erkannt und geklärt werden. Aus einer kindlich orientierten Sichtweise entwickelt sich die eines erwachsenen bewussten Sehens in Verantwortung für das eigene Handeln und Nicht-Handeln. Was als Hindernis erschien, kann zu einem Potential werden.

Die Enneallionce - School for Inner Work bietet Menschen Hilfe und Anleitung auf dem Weg. Sie bietet einen äußeren Raum an, in dem der Interessierte Werkzeuge anzuwenden lernt, die ihm den inneren Raum öffnen und die Richtung weisen.

Dieser Weg geht weit über das psychologisch orientierte Lösen von Problemen hinaus. Er ist ein Weg ins Unbekannte, ein "Weg durchs Feuer" (Irina Tweedie).

Er ist ein Tanz der Seele - wie Rumi ihn nennt -, in dem der Tänzer sanft getragen, aber auch zu Boden geworfen wird. Er steht auf, manchmal geläutert, manchmal wieder zum Kampf bereit. So lange, bis das Ich all das aufgibt, was seine Entfremdung von sich selbst ausmacht. Der Urgrund des Seins offenbart sich.

Das spirituelle Erwachen:
Ein Ende des Weges
und kein Ende des Weges.
Ein Ende und doch kein Ende.
OM C. Parkin