Booklet „Leitfaden innerer Schulung“

Vorwort

Der Kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry würde es, die Menschen betrachtend, vielleicht so sehen: In ihren heißen Köpfen rotieren unablässig wirre Gedanken meist schlichten Inhalts, die Herzen hingegen sind kalt und leer, und der verschüttete Quell der Lebenskraft im Becken tröpfelt kümmerlich statt zu strömen. Die gewöhnlichen Menschen nehmen das murrend hin, sie leiden dumpf.

Doch weiter: Wie zu allen Zeiten gibt es auch jetzt Oasen der natürlichen, allumfassenden Intelligenz, wo sich Menschen versammeln, die suchen, also zumindest ahnen, dass der oben beschriebene Zustand nicht ihrem Potential, nicht ihrer wahren Natur entspricht. Im Zentrum einer solchen Oase der Intelligenz befindet sich ein als Mensch inkarniertes Licht, ein spiritueller Lehrer. Damit haben wir eine Schule für Innere Arbeit entdeckt, in der das Leiden an der Wurzel gepackt wird: Der Kopf wird entleert, das Herz füllt sich, die Lebenskraft strömt. Was der Schüler dafür braucht? Die Bereitschaft, wahrhaft Mensch zu sein, ein Ebenbild Gottes – statt sich mit einer jämmerlichen Karikatur seiner selbst zu begnügen.

Die im Folgenden versammelten Texte ermöglichen einen umfassenden Einblick in eine Universität spiritueller Weisheitslehre: Der Lehrer wird ebenso sichtbar wie die Lehre und deren philosophische Quelle. Es ist vorteilhaft, die Texte offenen Geistes und aufnahmebereiten Herzens in Muße auf sich wirken zu lassen. Sie berühren verschiedene Verständnis- und Wirkebenen, weshalb empfohlen wird, jede krampfhafte Bemühung zu unterlassen, alles „verstehen“ zu wollen. 

Abschließend noch ein Bild aus der Weisheit des Zen für lernen: Nur in eine leere Tasse kann frischer Tee eingegossen werden. Den entleerten und nun aufnahmebereiten Geist erwartet hier eine lehrreiche Lektüre, deren Wirkung den Beginn eines Heilungswegs markieren kann.

Saunstorf, im Januar 2013
Dr. Rüdiger Porep

Auszug aus der Einleitung

... Diese Broschüre möchte einen Überblick über die Lehr­inhalte der Schule geben sowie einen Einblick in die philosophischen Grundlagen, auf denen die Arbeit basiert. 
Als ich den Text „Der innere Weg“ (Seite 6) einigen Menschen mit der Bitte um Rückmeldung zusandte, erhielt ich u.a. die Antwort eines Schülers, er käme sich dumm vor, wenn er den Text lesen würde.

Dies ist ein Zustand, dem wir auf dem inneren Weg immer wieder begegnen, weil wir zunehmend „wissen, daß wir nichts wissen“. Und das ist gut so. Bewußtes Nicht-Wissen ist keineswegs mit Dummheit gleichzusetzen, so wie wir es gelernt haben. Vielmehr ist dieser Zustand die Voraussetzung für die Empfängnis wahren Wissens und die Entfaltung unserer Seele auf dem inneren Weg.

So möchte ich den Leser ermutigen, diese Seiten nicht­wissend zu lesen, auch wenn das vielleicht bedeutet, einiges mit dem Verstand nicht zu verstehen. Das Nicht-Wissen gleicht dem offenen und neugierigen Geisteszustand eines Kindes, welches wirklich etwas über sich selbst und die Welt lernen möchte. Wie der Text „Der jüngste Teil der Seele“ (Seite 20) beschreibt, messe ich der Wiederentdeckung des vergessenen, unterdrückten Kindes – des jüngsten Teils der Seele – in uns einen großen Wert in der Inneren Arbeit bei.

Menschen, die die Welt wieder durch die unschuldigen Augen eines Kindes betrachten können, leben in natürlicher Ehrfurcht und in Respekt gegenüber dem Wunder der göttlichen Schöpfung und erfreuen sich ihrer Existenz.

OM C. Parkin, 
Gut Saunstorf - Ort der Stille, im Januar 2013

Inhalt

Vorwort  S. 3
Einleitung  S. 5
Der innere Weg  S. 6
Eine innere Schule  S. 9
Innere Arbeit und Meditation  S. 10
Die Heilige Trinität  S. 13
Das Enneagramm S. 16
Der jüngste Teil der Seele S. 20
Mediales Heilen  S. 23
Philosophia perennis  S. 26
15 Jahre in der inneren Schule  S. 29
Bilder und Zitate  S. 30

Guidelines for Inner Practice: Neu auch in Englisch erhältlich!

In diesem 32-seitigen Booklet finden Sie „einen umfassenden Einblick in eine Universität spiritueller Weisheitslehre“ (aus dem Vorwort). 

Das Booklet ist für € 3,- zzgl. Versandkosten hier zu bestellen >